Beziehungen verändern sich. Und manchmal passiert es, dass wir die Person, mit der wir Tisch und Bett teilen, einfach nicht mehr ertragen können. Viele Betroffene empfinden das als Tabu. Was steckt hinter dem veränderten Empfinden? Ist es wirklich das Verhalten unseres Gegenübers? Oder gibt es noch andere versteckte Faktoren, die dazu führen, dass sich unsere Wahrnehmung verändert? Lesen Sie in diesem Artikel, welche Ursachen Sie kennen sollten und welche Auswege es jenseits einer Trennung gibt.
Das Wichtigste in Kürze
- Abneigung kann sich schleichend entwickeln: Kleinigkeiten wie Stimme, Geruch oder Atmen des Partners können plötzlich stören. Solche Veränderungen können ein Hinweis darauf sein, genauer auf die eigene Belastung und die Beziehung zu schauen.
- Ursachen liegen bei drei Quellen: bei einem selbst (zum Beispiel Stress oder persönliche Veränderungen), beim Partner (zum Beispiel verändertes Verhalten) oder in der Beziehungsdynamik (Kommunikation, Auseinanderleben).
- Auch körperliche und hormonelle Veränderungen können das eigene Wohlbefinden und die Wahrnehmung beeinflussen. Ein direkter Zusammenhang zwischen hormonellen Veränderungen und einer plötzlich veränderten Anziehung zum Partner lässt sich wissenschaftlich jedoch nicht pauschal herstellen. Bei auffälligen körperlichen oder psychischen Veränderungen kann eine ärztliche Abklärung sinnvoll sein.
- Nicht sofort an Trennung denken: Viele Ursachen lassen sich gemeinsam bearbeiten, besonders wenn Kinder oder eine lange gemeinsame Geschichte im Spiel sind.
- Emotionen ernst nehmen: Statt unangenehme Gefühle dauerhaft zu verdrängen, kann es hilfreich sein, ihre Ursachen genauer zu betrachten. Ehrlichkeit mit sich selbst und gegebenenfalls Paartherapie oder Einzelberatung können erste Schritte sein.Emotionen nicht unterdrücken: Wer negative Gefühle wegschiebt, verstärkt sie meist. Ehrlichkeit mit sich selbst und gegebenenfalls Paartherapie oder Einzelberatung sind der empfohlene erste Schritt.
Der erste Schritt: Seien Sie ehrlich zu sich selbst
Unser Blick auf eine Beziehung oder Ehe ist immer sozialen Normen unterworfen. Als normal gilt: Ich liebe meinen Ehemann. Ich interessiere mich für meinen Partner. Ich habe Verständnis für den Vater meiner Kinder. Ich möchte Zeit mit ihm verbringen. Ich möchte mit diesem Menschen intim sein.
Wenn wir das nicht mehr fühlen, kann das extrem irritierend sein. Es kratzt an unserem Selbstbild, erzeugt Zweifel, Angst und oft auch Streit. Hinzu kommt: Die eigenen Gefühle lassen sich oft nur schwer verstecken. Sie verunsichern den Partner und können auch für andere Menschen, wie Kinder, Familie und Freunde, zu Belastung werden.
Statt sie wegzuschieben, ist es deshalb unbedingt erforderlich, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Negative Gefühle dürfen sein. Sie als Mensch dürfen sein. Und Sie müssen nicht gefallen. Nur durch radikale Ehrlichkeit mit sich selbst können Sie wieder zu einer Lebenssituation finden, die Ihnen entspricht und Sie glücklich macht.
Test: 8 Anzeichen, dass man den Partner nicht mehr ertragen kann
1. Schon Kleinigkeiten zerren an Ihren Nerven
Das können sogar Eigenheiten und Angewohnheiten sein, die Sie früher in Ihrer Partnerschaft einmal völlig in Ordnung oder sogar besonders schön fanden. Seine Stimme, seine Art, Sie zu berühren oder sein Geruch. Selbst wie Ihr Partner atmet, kann als störend empfunden werden.

2. Sie reagieren mit Anspannung, wenn Ihr Partner in der Nähe ist
Früher haben Sie die gemeinsame Zeit genossen, jetzt fühlen Sie sich am wohlsten, wenn Ihr Lebenspartner gar nicht da ist. In seiner Nähe sind Sie schneller gereizt. Möglicherweise merken Sie in diesem Zustand sogar, dass Sie sich körperlich anspannen und bekommen Kopf- oder Bauchschmerzen.
3. Sie streiten wegen Nichtigkeiten
Es kommt immer öfter zum Streit mit Ihrem Partner. Früher konnten Sie über manche Schwächen und Fehler noch hinwegsehen. Heute genügen Kleinigkeiten, um Sie zu triggern und aus der Fassung zu bringen.
4. Der Respekt kommt Ihnen abhanden
Bestimmt erinnern Sie sich noch gut an die Zeit, in der Sie richtig verliebt gewesen sind. Damals waren Sie voller positiver Gefühle: Liebe, Bewunderung und Verständnis. Jetzt fühlt sich diese Person fast wie ein anderer Mensch an, den sie kaum noch respektieren können.
5. Nähe und Intimität erzeugen Widerwillen in Ihnen
Sie versuchen Berührungen möglichst aus dem Weg zu gehen. Wenn Ihr Partner intim werden will, fällt Ihnen eine Ausflucht ein. Der Gedanke an Sex erzeugt absoluten Widerwillen in Ihnen. Wenn Sie doch miteinander schlafen, passiert das routiniert und ohne Leidenschaft.
6. Sie vermeiden es, noch weitere Pläne mit Ihrem Partner zu machen
Der nächste Geburtstag, ein toller Urlaub oder auch nur das nächste Wochenende – der Gedanke, gemeinsame Aktivitäten zu planen, erzeugt keine Vorfreude mehr in Ihnen. Ihre freie Zeit verbringen Sie lieber mit Kindern und Freunden.
7. Sie haben das Gefühl, sich in der Partnerschaft selbst zu verlieren
Wenn unsere Rolle in einer Partnerschaft und unser Empfinden nicht mehr zusammenpassen, kann sich das anfühlen, als wären wir sprichwörtlich “im falschen Film”. – Keiner kann das aushalten, ohne irgendwann Gefahr zu laufen, unglücklich oder gar depressiv zu werden.
8. Ihre Gedanken kreisen um eine Trennung
Es ist verständlich, dass Sie angesichts Ihrer Gefühle Ihre Partnerschaft in Frage stellen und oft an eine Trennung denken. Vielleicht gibt es aber auch Aspekte, die Sie davon abhalten, wie gemeinsame Kinder oder ein Lebensstil, den Sie allein nicht halten können. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Sie mit Ihren Emotionen nicht allein bleiben.
Ursachen: Warum kann ich seine Nähe nicht mehr ertragen?
Die Ursachen für Ihr Empfinden können sehr vielfältig sein und sowohl bei Ihnen als auch bei Ihrem Partner liegen oder in der Dynamik zwischen Ihnen begründet sein.
1. Innere Faktoren: Ich habe mich verändert.
Es ist legitim, wenn sich Gefühle ändern und etwas, das Sie früher als stimmig angesehen haben, nun andere Emotionen in Ihnen auslöst. Damit Sie selbst jedoch die Kontrolle über Ihr Leben behalten und Ihre Handlungsfähigkeit erhöhen, ist es zunächst wichtig, genau hinzuschauen, was sich in Ihnen verändert hat:
Persönliche Entwicklung und Wertewandel
Möglicherweise haben Sie früher perfekt zueinander gepasst und ähnliche Vorlieben und Werte geteilt. Ihre Abneigung gegenüber Ihrem Partner kann ein Zeichen dafür sein, dass Sie hier nicht mehr kompatibel sind. Ob es möglich ist, wieder zueinander zu finden, hängt davon ab, wie viel innere Bereitschaft noch vorhanden ist, an der Beziehung zu arbeiten.
Emotionale Erschöpfung und Stress
Anhaltender Stress und emotionale Erschöpfung können sich auch auf die Partnerschaft auswirken. Untersuchungen zeigen Zusammenhänge zwischen Stress und Beziehungszufriedenheit. Belastungen außerhalb der Beziehung können zudem in die Partnerschaft hineinwirken und dort zusätzlichen Stress erzeugen.
Als Paar- und Psychotherapeut würde ich Sie an dieser Stelle fragen: Was könnte helfen, Sie zu stabilisieren? Ist es eine Trennung? Oder sollten wir uns noch anderen Themen widmen?
Biologische und hormonelle Veränderungen
Körperliche und hormonelle Veränderungen können das Wohlbefinden beeinflussen und damit auch eine Partnerschaft belasten. Auch Veränderungen der Geruchswahrnehmung während einer Schwangerschaft werden häufig beschrieben. Die wissenschaftlichen Ergebnisse dazu sind allerdings nicht eindeutig: Eine systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse fand Unterschiede bei der Geruchsidentifikation, aber keine generelle erhöhte Geruchsempfindlichkeit bei Schwangeren. Deshalb lässt sich nicht pauschal sagen, dass hormonelle Veränderungen dazu führen, dass der eigene Partner plötzlich anders oder unangenehm riecht.
Kann die Pille die Wahrnehmung des Partners verändern?
Ob hormonelle Verhütung die Geruchswahrnehmung relevant verändert, ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt. Einzelne Untersuchungen fanden Zusammenhänge zwischen hormoneller Verhütung und bestimmten Aspekten der Geruchswahrnehmung. Andere Studien konnten dagegen keine relevanten Unterschiede feststellen. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2021 kam zu dem Ergebnis, dass Auswirkungen oraler Kontrazeptiva auf die Geruchs-, Geschmacks- und trigeminale Wahrnehmung insgesamt unwahrscheinlich beziehungsweise gering sind.
Wenn Sie seit Beginn oder Wechsel einer hormonellen Verhütung körperliche oder psychische Veränderungen beobachten, können Sie diese mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprechen. Aus der aktuellen Studienlage lässt sich jedoch nicht ableiten, dass die Antibabypille grundsätzlich Abneigung gegenüber dem Partner verursacht.
2. Äußere Faktoren: Mein Partner hat sich verändert
In guten, wie in schlechten Zeiten – die meisten Menschen träumen davon, eine Liebe zu finden, die bis zum Lebensende hält. Solch eine Beziehung zu führen, bedeutet aber auch, mitzuerleben, dass sich unser Gegenüber im Laufe der Zeit körperlich und seelisch verändert.
Diese Veränderungen können mehr oder weniger stark sein. Und auch die Fähigkeit, sie zu ertragen, ist uns Menschen unterschiedlich gegeben. Es kann sein, dass die Veränderungen zu Abneigung und zum Wunsch nach einer Trennung führen:
Krankheiten und hormonelle Umstellung
Nicht umsonst gibt es die Redewendung, jemanden „nicht riechen zu können“. Körpergeruch kann beeinflussen, wie wir andere Menschen wahrnehmen und wie angenehm wir ihre Nähe empfinden. Er ist jedoch nur einer von vielen Faktoren zwischenmenschlicher Anziehung.
Er verändert sich im Laufe des Lebens. Zudem können auch Infektionen im Mund oder in den Nasennebenhöhlen unangenehme Gerüche erzeugen. Die Betroffenen nehmen das leider selbst oft nicht wahr, deshalb ist es hilfreich für Paare, das Thema anzusprechen.
Nachlassende Pflege und Körperhygiene
Früher hat sich Ihr Mann für Sie chic gemacht. Heute gibt er sich keine Mühe mehr? Dann ist wenig verwunderlich, dass seine Attraktivität in Ihren Augen abnimmt. Vielleicht durchlebt Ihr Partner aber auch eine depressive Phase oder hat aufgrund einer Erkrankung bzw. altersbedingt nicht die Kraft, sich richtig um sich selbst zu kümmern. Bleiben Sie damit nicht allein.
Optische Veränderungen wie Gewichtszunahme
Körper und Gewicht können sich im Laufe des Lebens verändern. Weil unser Körper sich verändert, muss die Liebe aber nicht verschwinden. Sprechen Sie miteinander. Vielleicht finden Sie sogar eine sportliche Aktivität, die Ihnen gemeinsam Spaß macht und Ihrer Beziehung eine neue Richtung gibt.
Charakterliche Veränderungen
Die Erfahrungen, die wir im Laufe unseres Lebens sammeln, wirken sich auch auf die Entwicklung unseres Charakters aus. Wenn wir im privaten oder beruflichen Umfeld scheitern, kann das zu Verbitterung und Rückzug führen. Jemand, der sich in der Partnerschaft ständig beschwert oder nur noch schweigt, ist naturgemäß schwer zu ertragen.
Ähnlich ist es aber auch mit jemandem, dem Erfolg und möglicherweise auch Macht zu Kopfe steigen. Es ist schon aus Selbstschutz verständlich, dass Sie hier mit Abneigung reagieren. Gegebenenfalls könnten Sie Ihrem Partner eine Paartherapie vorschlagen oder in Einzelsitzungen beim Paartherapeuten herausfinden, was Ihnen guttun würde.
Midlife Crisis
Die Lebensmitte kann für manche Menschen eine Phase der Neuorientierung sein. Eigene Ziele, bisherige Entscheidungen, Beziehungen oder das Älterwerden können stärker hinterfragt werden. Eine „Midlife Crisis“, die Menschen typischerweise zwischen 40 und 60 durchlaufen, lässt sich wissenschaftlich jedoch nicht als allgemeingültige Entwicklungsphase bestätigen.
Verändert sich Ihr Partner in dieser Lebensphase deutlich, kann das auch die Beziehung belasten. Entscheidend ist weniger das Etikett „Midlife Crisis“ als die Frage, welche konkreten Veränderungen Sie wahrnehmen und wie Sie beide damit umgehen.
Schlechtes Benehmen und Respektlosigkeit
Vielleicht haben Sie aber auch eine Abneigung gegenüber Ihrem Mann entwickelt, weil er Sie einfach nicht mehr gut behandelt. Manchmal entsteht Abneigung auch deshalb, weil ein Partner sich wiederholt respektlos, abwertend oder verletzend verhält. Die Gründe dafür können unterschiedlich sein.
Im Fall, dass Ihr Gegenüber Sie regelmäßig bewusst provoziert und verletzt, Ihre Bedürfnisse ignoriert und sich über Ihre Gefühle lustig macht, sortieren Sie sich, holen Sie sich Beistand bei Freundinnen oder Ihrer Familie und überlegen Sie, welche Grenzen Sie setzen und welche Unterstützung Sie benötigen.
Stattdessen wählen sie den vermeintlich bequemeren Weg und verhalten sich so lange so schlecht, dass es niemand mehr mit ihnen aushalten kann. Im Fall, dass Ihr Gegenüber Sie regelmäßig bewusst provoziert und verletzt, Ihre Bedürfnisse ignoriert und sich über Ihre Gefühle lustig macht, sortieren Sie sich, holen Sie sich Beistand bei Freundinnen oder Ihrer Familie und gehen Sie.
Respekt und persönliche Grenzen sind eine wichtige Grundlage einer tragfähigen Partnerschaft.
3. Beziehungsfaktoren: Wir haben uns verändert
Tatsächlich ist die Situation aber oft gar nicht so eindeutig. Verschiedene Gründe können zusammenspielen. Vielleicht haben sich beide Partner im Laufe der Partnerschaft oder Ehe verändert. Möglicherweise fehlen Ihnen die “Werkzeuge”, um in einer besonders herausfordernden Lebensphase auf die richtige Art füreinander da zu sein. Folgende Beziehungsfaktoren können für die Abneigung gegenüber Ihrem Partner ausschlaggebend sein:
Kommunikationsprobleme in der Partnerschaft
Oft bemerken wir Probleme in der Kommunikation gar nicht weiter, solange die Partnerschaft noch intakt ist. Wenn sich dann, zum Beispiel nach der Geburt der Kinder oder bei Krankheit eines Partners, herausstellt, dass Sie nur schwer über Ihre Gefühle sprechen können, dass einer von Ihnen eine kurze Zündschnur hat oder schnell mit Rückzug reagiert, kann dass dazu führen, dass Abneigung entsteht. Aber egal, wie alt Sie sind: Eine bessere Kommunikation kann man lernen.
Auseinanderleben und unerfüllte Bedürfnisse
Vielleicht resultiert das Gefühl, Ihren Partner nicht mehr ertragen zu können, aber auch daraus, dass Sie sich schlicht auseinandergelebt haben. Das passiert vielen Paaren, insbesondere in den Jahren, in denen die Belastungen zwischen Familie und Karriere sehr groß sind.
Dann kann es sein, dass da plötzlich ein Mensch vor uns sitzt, der uns fremd geworden ist. Der vielleicht Dinge sagt und tut, mit denen wir uns gar nicht mehr verbinden können, und unsere Bedürfnisse nicht mal mehr wahrnimmt. Missverständnisse, Streit und Probleme entstehen.
Und wir fragen uns: Wo ist die Liebe hin? Mit dieser Person dann auch noch intim zu sein, fühlt sich falsch an. Wenn Sie das Gefühl haben, dass vor allem das Auseinanderleben die Ursache für Ihre Abneigung ist, könnte statt einer Trennung auch eine Paartherapie hilfreich sein.
Verlust von Liebe und Leidenschaft
Ablehnung kann auch aus Langeweile entstehen. Dem Gefühl, den anderen in- und auswendig zu kennen. Der Einsicht, dass in Ihrer Beziehung und mit Ihnen nichts mehr passiert. Vielleicht ist das Gefühl, dass Sie Ihren Partner nicht mehr ertragen können, ein Warnsignal Ihrer Seele. Ein Anzeichen, dass Sie zwingt, sich mit Themen auseinanderzusetzen und neu über das Thema Liebe nachzudenken. Eine Aufforderung dazu, auf Ihrer eigenen Seite nochmal genauer zu schauen, was Sie brauchen und Sie vom Leben sowie Ihrer Partnerschaft für sich erwarten.
Tipps: Was tun, wenn ich den Partner nicht mehr ertragen kann?
Wenn Sie Ihren Partner nicht mehr ertragen können, versuchen Sie zunächst zu klären, woher die Abneigung kommt: Liegt aktuell eine starke persönliche Belastung vor, hat sich Ihr Partner verändert oder hat sich zwischen Ihnen eine problematische Dynamik entwickelt? Je nach Ursache können unterschiedliche nächste Schritte sinnvoll sein.
Den eigenen Ehemann oder Lebenspartner nicht mehr ertragen zu können und trotzdem in einer Beziehung zu verharren, ist extrem anstrengend.
Dauerhafte Konflikte und Belastungen in einer Partnerschaft können das Wohlbefinden beeinträchtigen. Deshalb kann es sinnvoll sein, die eigenen Gefühle nicht dauerhaft zu ignorieren, sondern ihre Ursachen genauer zu betrachten.
Einer der wichtigsten Tipps lautet deshalb: Stellen Sie sich Ihren Emotionen. Bei vielen der in diesem Artikel beschriebenen Ursachen gibt es Hoffnung – sogar auf eine gemeinsame Zukunft, wenn es Ihnen gelingt, zusammen daran zu arbeiten, die Krise zu überwinden.
Auch wenn gemeinsame Kinder betroffen sind, sollte es nicht darum gehen, eine Beziehung um jeden Preis aufrechtzuerhalten, sondern darum, die Situation sorgfältig zu klären und tragfähige Entscheidungen zu treffen.
Körperliche oder psychische Beschwerden können ärztlich beziehungsweise psychotherapeutisch abgeklärt werden. Bei Problemen innerhalb der Beziehung können Paartherapie, Paarberatung oder Einzelberatung eine Möglichkeit sein.
Als Paartherapeut, systemischer Therapeut und Heilpraktiker in München helfe ich Ihnen gern aus ganzheitlichem Blickwinkel auf Ihrem Weg.
Quellen
Universität Potsdam, Department Psychologie, Klinische Psychologie: Ekel und Zwangsstörungen.
Ekel und Zwangsstörungen – Universität Potsdam
Wolf, C. (2013): Liebe ist Biochemie – und was noch? dasGehirn.info. Wissenschaftliche Betreuung: Prof. Dr. Inga Neumann. dasgehirn.info
Liebe ist Biochemie – und was noch?
Albaugh, S. L. et al. (2022): Olfaction in pregnancy: systematic review and meta-analysis. Chemical Senses, 47, bjac035. OUP Academic
Olfaction in pregnancy: systematic review and meta-analysis
Schaefer, M., Iravani, B., Arshamian, A. & Lundström, J. N. (2021): No Evidence That Hormonal Contraceptives Affect Chemosensory Perception. i-Perception, 12(1), 1–14. Sage Journals
No Evidence That Hormonal Contraceptives Affect Chemosensory Perception
AOK: Midlife Crisis beim Mann – wie kann ich meinem Partner helfen?
Midlife Crisis beim Mann – AOK
Freund, A. M. & Ritter, J. O. (2009): Midlife Crisis: A Debate. Gerontology, 55(5), 582–591. Karger Publishers
Midlife Crisis: A Debate – Karger Publishers
Markus Breitenberger ist Paar- und Sexualtherapeut in München. Er begleitet Paare dabei, Krisen zu klären, wieder in echte Verbindung zu finden und tragfähige Perspektiven für ihre Beziehung zu entwickeln. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Stärkung und Wiederherstellung der Beziehung. Wo ein gemeinsamer Weg nicht mehr möglich ist, unterstützt er auch dabei, eine Trennung bewusst und respektvoll zu gestalten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf alternativen Beziehungsmodellen.